Wir wollen die Naturschätze unserer Gemeinde bewahren und ihnen den nötigen Raum geben, Hand in Hand mit der Förderung nachhaltiger Landwirtschaftskonzepte.
Die uns umgebende Natur ist ein gewichtiger Standortfaktor Worpswedes und macht das Besondere unseres Ortes aus. Wir wollen den baumbetonten Charakter unseres Ortskerns und der uns umgebenden Landschaft erhalten, Flächenversiegelung entgegentreten, neue naturnahe Flächen schaffen und trockengelegte Moorflächen soweit möglich neu vernässen.
Dabei ist uns ein konstruktiver Dialog mit allen Beteiligten wichtig – insbesondere auch mit Landwirt*innen. Nachhaltige Landwirtschaftskonzepte und die regionale Erzeugung und Vermarktung von landwirtschaftlichen Produkten wollen wir fördern.
Unsere Ziele:
- Baumbestand pflegen, erhalten und erneuern, sowie die Baumschutzsatzung konsequent umsetzen
- Naturnahe Umgestaltung kommunaler Flächen (Hecken, Blühstreifen, Wegseitenränder), Streuobstwiesen fördern (z.B. in/an Neubaugebieten)
- Verminderung der Flächenversiegelung im Neubau/Erweiterungsbau durch angepasste B-Pläne, Entsiegelungsmaßnahmen auf gemeindeeigenen Grund zur Verbesserung der Wasseraufnahme als Prävention von Schäden durch zunehmenden Starkregen oder Trockenheitsphasen
- Lichtverschmutzung abbauen, z.B. durch bewegungsgesteuerte Straßenlaternen zum Schutz von Nachtinsekten
- Landwirt*innen bei der Beantragung und Umsetzung von Fördermaßnamen unterstützen, insbesondere für den ökologisch orientierten Landbau
- Klima- und naturschutzorientierte Nassbewirtschaftung von Moorböden mit einer innovativen Aufwuchsverwertung fördern (Beispiel „LivingLab“ Teufelsmoorprojekt), um vom Maisanbau als Monokultur auf vielfältigere Kulturformen umzustellen
- Regionale Wertschöpfung der Landwirtschaft unterstützen: Regionale Märkte fördern und ausbauen, Marktmeister*in einsetzen, Austausch zwischen Landwirt*innen und Verbraucher*innen stärken
- Die Sanierung des Schießstandes Waakhausen ist überfällig und muss baldmöglichst erfolgen. Dazu gehört auch die umgehende Entlastung des Walles mit den Altlasten der vergangenen Sanierung. Die bereits bestehende und die drohende Bleibelastung müssen begrenzt und so weit wie möglich beseitigt werden. Wir werden die Landkreis-Behörden weiterhin dazu drängen, alle rechtlichen Schritte auszuschöpfen, um die Betreiber-Gesellschaft zur Umsetzung ihrer Pflichten zu bringen. Dazu gehört auch die Anordnung von Ersatzvornahmen. Wir fordern die zügige Umsetzung der vom Gemeinderat beschlossenen Änderung des Flächennutzungsplanes.